Lächelnder Lehrer in einem Klassenzimmer alvarez/E+/Getty Images
Work-Life-Balance | Coaching

Lockerer werden und Grenzen setzen! - 3 Tricks für mehr Gelassenheit

Lydia Clahes
Lesedauer ca. 3 Minuten

Um eine zufriedene und gesunde Lehrperson zu sein, ist es wichtig an den richtigen Stellen locker zu lassen und an anderen Stellen zupacken zu können. In diesem Beitrag gibt es 3 konkrete Praxistipps, um im Schulalltag zu mehr Gelassenheit zu finden.

Lösung statt Problemfokus

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Legen Sie Ihren Fokus auf das Positive, das Ihnen jeden Tag in der Schule begegnet. Begeben Sie sich täglich auf die Suche nach den guten Dingen in Ihrem Alltag. Was macht Ihre Arbeit als Lehrer oder Lehrerin schön, sinnvoll und einzigartig? Werden Sie sich bewusst darüber, wie viel Sie jeden Tag bei Ihrer Arbeit lernen dürfen.

Machen Sie das Positive zum Zentrum Ihrer Gedanken, darunter fallen auch kleine, positive Erlebnisse und Details. Es ist wichtig positives Denken zu routinieren. Sich die positiven Dinge am Ende des Tages zu notieren, kann dabei helfen.

Frust gehört dazu! Umso wichtiger ist es, ihn rauszulassen und nicht zu verdrängen. Das Ziel sollte jedoch immer sein, eine Lösung für die Probleme zu finden, um letztendlich Entspannung und Gelassenheit im Alltag zu erlangen. Ein Austausch mit Lehrerinnen und Lehrern, die dieselben Werte haben, kann hierbei helfen. 

Empathie statt Ellbogen

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Lernen braucht Beziehung! Somit ist es wichtig, eine gute Verlässlichkeit den Schülern und Schülerinnen gegenüber zu signalisieren. Zeigen Sie klar Grenzen, aber seien Sie nicht übermäßig streng. Alles sollte mit dem Aufbau einer empathischen Beziehung beginnen. Diese können Sie fördern, indem Sie sich Zeit nehmen Ihre Klasse zuerst kennenzulernen und Interesse an den Schülern und Schülerinnen zeigen.

Geben Sie auch etwas von sich selbst preis. Das schafft Verbindung und sorgt für eine gute Beziehung zur Klasse. Wichtig ist, Orientierung zu liefern und dabei authentisch zu sein. Die Verbindung wird ebenfalls dadurch gestärkt, wenn Sie Bedürfnisse der Schüler und Schülerinnen respektieren und ernst nehmen, denn dann werden auch Sie ernst genommen. Fragen Sie Ihre Klasse, wie es ihnen geht, was sie jetzt bräuchten und was sie am aktuellen Thema interessiert und was nicht.

Stärken fördern und Gesundheit pflegen

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Freuen Sie sich über die Zusammenarbeit mit vielfältigen Expertinnen und Experten im Kollegium. Die Kooperation mit Lehrpersonen, für die Dinge leicht sind, welche Ihnen schwerfallen, bringt Sie weiter. Dies schafft eine Ergänzung im Arbeitsalltag, von der alle profitieren. Und auch die Schülerinnen und Schüler profitieren von einem vielfältigen Kollegium, an dem sie wachsen und sich auch mal reiben dürfen.

Übernehmen Sie Verantwortung für sich selbst und Ihre Gesundheit, denn nur Sie alleine sind verantwortlich dafür. Hier gilt klar: Grenzen setzen!

Bauen Sie Ihre Stärken aus und lassen Sie Ihre Schwächen Schwächen sein! Auch hierbei gilt: Seien Sie authentisch was Ihre Stärken und Schwächen anbelangt. Sie müssen nicht unfehlbar und allwissend rüberkommen. Das spart Kraft und Sie gewinnen an Authentizität. Der Umgang mit Fehlern lehrt auch Ihre Schützlinge, wie sie mit Druck und Fehlern umgehen können. Auch das verhilft Ihnen allen zu mehr Gelassenheit im Schulalltag.

Wichtig ist, eine professionelle Nähe zu schaffen. Schülerinnen und Schüler wollen von Vorbildern lernen und nicht von Autoritäten. Seien Sie eine Lehrkraft, die ihre Schülerinnen und Schüler zu kritischem Denken erzieht, ihnen Orientierung statt Autorität bietet und ihnen Raum gibt, Persönlichkeit zu entwickeln.